Tipps, um Wohnungsbetrug in Berlin zu erkennen und Betrüger zu vermeiden

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Wenn du eine Wohnung in Berlin suchst, solltest du dich vor Betrügern in Acht nehmen, die zum Beispiel Wohnungen online anbieten, die gar nicht zu vermieten sind. Auf dem umkämpften Wohnungsmarkt in Berlin ist das leider keine Seltenheit. Erfahre im Folgenden, wie du Betrügereien mit Mietwohnungen erkennen kannst.

Berlin ist Hauptstadt der Mieter. Von den 1,9 Millionen Wohnungen in der Stadt sind 1,5 Millionen Mietwohnungen. Der Quadratmeterpreis steigt dabei immer weiter und lag Ende 2023 bei durchschnittlich 14,11 Euro pro Quadratmeter, Tendenz steigend.

Deshalb sind bezahlbare Wohnungen begehrt, und das wissen auch Betrüger ganz genau, die mit gefälschten Wohnungsanzeigen versuchen, Geld ihrer ahnungslosen Opfer zu erbeuten. Auf diese Warnhinweise solltest du achten:

1. Zu gut, um wahr zu sein

Du entdeckst auf einer Immobilienwebseite eine Wohnung in Berlin in bester Lage – zudem ist sie mit einer brandneuen Küche und hochwertigen Möbeln ausgestattet. Der Mietpreis liegt weit unter dem Durchschnitt für Berlin, und der Vermieter benötigt nicht einmal eine Schufa-Auskunft!

Das klingt für dich alles zu gut, um wahr zu sein? Da hast du wahrscheinlich recht. Solche Angebote wie dieses Beispiel sind es meist auch. Denn Betrüger wählen solche „Traumangebote“, um möglichst viele potenzielle Opfer in die Falle zu locken.

Ein weiterer Warnhinweis in diesem Zusammenhang können Bilder sein, die aussehen, als stammten sie aus einem Prospekt. Größtenteils handelt es sich dabei um kopierte Bilder aus dem Internet, zum Beispiel aus Möbelhauskatalogen.

2. Fehlende Angaben

Seriöse Anbieter schlüsseln in ihren Anzeigen die Warmmiete genau auf und geben Auskunft über den Energieausweis. Außerdem sollte ein Ansprechpartner beziehungsweise ein Impressum – wenn du dich direkt auf einer Webseite befindest – vorhanden sein.

3. Du sollst im Voraus Geld überweisen

Ein weiteres Warnzeichen ist es, wenn du bereits Geld überweisen sollst, die Wohnung aber weder besichtigst, geschweige denn einen Mietvertrag unterschrieben hast. Ein beliebtes Szenario: Der vermeintliche Eigentümer gib vor, im Ausland zu sein und nicht zur Wohnungsbesichtigung kommen zu können; doch er bietet an, den Schlüssel zur Wohnung gegen eine Kaution per Post zuzuschicken. Sobald du das Geld überwiesen hast, bekommst du aber weder den Schlüssel noch irgendeine Antwort vom Vermieter.

4. Kopie des Personalausweises

Die Betrüger bitten dich, ihnen eine Kopie deines Personalausweises für den weiteren Bewerbungsprozess der Wohnung zukommen zu lassen. Doch das dient allein dem Zweck, deine Daten und deine Identität zu stehlen, zum Beispiel um Konten unter deinem Namen zu eröffnen.

So kannst du dich gegen Wohnungsbetrug schützen

Überweise kein Geld im Voraus: Überweisungen sollten erst dann überhaupt stattfinden, wenn du die Wohnung besichtigt und einen Mietvertrag unterschrieben hast.

Vorsicht bei der Übermittlung persönlicher Angaben: Normalerweise solltest du erst persönliche Angaben von dir machen müssen, wenn du die Wohnung besichtigt hast und ein Interesse von deiner Seite aus besteht. Übermittle vorher keine sensiblen Daten von dir oder Kopien von Ausweisen (siehe oben).

Vorsicht beim Öffnen von Links und Anhängen: Sei bei der Kommunikation mit Vermietern per E-Mail oder SMS vorsichtig, vor allem wenn du noch nicht weißt, wie seriös der Anbieter der Wohnung tatsächlich ist. Öffne Links und Anhänge in Nachrichten nur dann, wenn du sicher sein kannst, dass sie nicht zu böswilligen Webseiten führen oder keine Malware auf deinem Gerät installieren.

Schütze dich mit Sicherheitssoftware: Du solltest auf deinen Geräten Cybersicherheitstools wie ein Antivirenprogramm und ein VPN einrichten. Dadurch schützt du dich vor Malware durch Phishing und kannst dich vor gefälschten Webseiten warnen lassen – Premium-VPN-Dienste bieten diese Funktion oftmals an.

Sei generell skeptisch: Auch wenn dein Wunsch groß ist, auf dem Wohnungsmarkt in Berlin eine der heiß begehrten Wohnungen zu finden, sei stets skeptisch bei Angeboten, vor allem bei jenen, die zu gut sind, um wahr zu sein.

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